Jacques Biny
Jacques Biny ist ein bedeutender französischer Leuchtendesigner aus der Zeit der „Trente Glorieuses“. Im Gegensatz zu anderen Designern ist er auch Herausgeber (industrieller Serienhersteller) und arbeitete mit einigen der besten jungen Gestalter seiner Zeit zusammen, darunter Michel Buffet, Gustave Gauthier, Jean Boris Lacroix und Charles Ramos. Gemeinsam begeben sie sich auf das Abenteuer der modernen Serienleuchte.
Nach seinem Abschluss an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris lässt sich Jacques Biny zunächst in Valence, seiner Heimatstadt, nieder, um dort als Dekorateur zu arbeiten. Angesichts des Mangels an Leuchten auf seinen Baustellen beschließt er, seine ersten Modelle zu entwerfen und sie seinen Kunden anzubieten. Nach dieser erfolgreichen Erfahrung kehrt er 1950 nach Paris zurück und gründet fünf Jahre später seine eigene Werkstatt für die Herstellung moderner Beleuchtung, Luminalite.
Von da an nimmt er regelmäßig an allen großen nationalen Messen teil, produziert über einen Zeitraum von fast dreißig Jahren rund 400 Modelle in seiner Fabrik in der Rue de la Folie Regnault und engagiert sich mit großer Energie in Verbänden, wobei er sich mit ganzer Leidenschaft für die neue Wissenschaft der zeitgenössischen Beleuchtung einsetzt.
Modern und seiner Zeit voraus, entwickelt der „Designer-Herausgeber“ eine anspruchsvolle Reihe „rationeller Beleuchtungsgeräte“ für den Wohnbereich und nutzt die neuesten innovativen Materialien wie mikroperforiertes Blech oder Plexiglas. Unter seinem Zeichenstift entwickeln sich die Formen weiter und werden radikaler. Funktion und Schlichtheit der Linien stehen im Vordergrund: Durch sein Design reduziert sich das Objekt auf elementare, klare Formen.
Fast dreißig Jahre lang setzt sich Jacques Biny dafür ein, seinen Beruf weiterzuentwickeln, indem er sowohl die Funktionalität der entworfenen Modelle als auch ihre Lichtleistung ständig hinterfragt und dabei, manchmal geradezu obsessiv, an der Qualität des Lichts arbeitet.
Archives Jacques Biny
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In den 1960er-Jahren erhält Jacques Biny Aufträge für Lichtinstallationen bei bedeutenden Projekten wie dem großen Kino Le Palace in Valence, den Zimmern der Cité universitaire in Antony und Nanterre, der Präfektur von Valence oder auch den Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire.
Jacques Biny stirbt 1976 plötzlich, während das Unternehmen Luminalite auf Hochtouren läuft.
Archives Jacques Biny
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1913 - Geburt von Jacques Biny
1932–34 - École nationale des arts décoratifs in Paris
1934–48 - Tätigkeit als Dekorateur/Innenausstatter - Valence
1950 - Rückkehr nach Paris und 1. Messe: Foire de Paris
1951 - Eintritt in das Atelier von Kobis und Lorence
1953 - Ausstellung „tragbare Beleuchtung“ – Salon des arts ménagers / Paris und Beginn der Zusammenarbeit mit Michel Buffet
1954 - Einrichtung der Zimmer der Cité Universitaire in Antony und Nanterre
1955 - Eröffnung seines Ateliers in der Rue Folie Regnault
1956 - Auswahl Formes Utiles – Salon des arts ménagers / Einführung der Serie 212/231
1957 - Auswahl - Triennale di Milano / Zusammenarbeit mit Gustave Gautier
1960 - Bronzemedaille Équip’Hôtel
1961 - Zweiter Preis beim Mazda-Wettbewerb auf der Équip’Hôtel
1962 - Lichtdecke – Präfektur der Drôme
1964 - Auswahl Formes Utiles – Salon des arts ménagers
1968/69 - Auswahl Formes Utiles – Salon des arts ménagers
1971 - Erster Preis beim EDF-Wettbewerb auf der Équip’Hôtel
1976 - Tod von Jacques Biny
Archives Jacques Biny
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