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Interview mit Douglas Mont

Eine außergewöhnliche Begegnung mit Douglas Mont, einem Designer mit ausgeprägtem Sinn für das Weltraumhafte, inspiriert von Science Fiction und retrofuturistischen Reminiszenzen.

Was waren Ihre Inspirationsquellen für den Kronleuchter „In The Air“?

Ausgangspunkt für die Pendelleuchte In The Air war ein kleiner Prototyp einer Tischleuchte, den ich 2022 entwickelt habe und der hoffentlich bald bei DCW éditions erscheinen wird.

Die Idee hinter dieser Kollektion war, eine Form von „essenzieller Modernität“ neu zu definieren, also ein einfaches und funktionales Objekt, ohne Schnickschnack oder überflüssige Effekte. Ein sehr schlichter Metallsockel und eine Opalglaskugel, die darauf sitzt wie ein UFO …

Modulares Design spielt eine zentrale Rolle in Ihrer Arbeit. Wie haben Sie diesen Aspekt in „In The Air“ integriert?

Mit Lego aufgewachsen, verbrachte ich meine Jugend damit, zu tüfteln und modulare Strukturen zu erfinden. Bei den meisten meiner Entwürfe, die nach wie vor kaum bekannt sind, da ich keinerlei Kommunikation betreibe, arbeite ich mit dem Prinzip der Modularität.

Mein Ansatz besteht darin, Elemente in Serie zu fertigen, wobei jedes Element eine bestimmte Funktion im Wohnraum erfüllt, und diese Elemente anschließend miteinander zu kombinieren und immer wieder neu zusammenzustellen, um einzigartige Kunstwerke zu schaffen.

Was ist Ihre allererste Erinnerung an eine Leuchte?

Es ist eine italienische Leuchte, die mich schon in frühester Kindheit faszinierte. Ich glaube, ich war damals drei oder vier Jahre alt. Bei uns zu Hause gab es diese Leuchte namens Parentesi von den Brüdern Castiglioni. Eine einfache Konstruktion, die sich entlang eines an der Decke befestigten Metallseils nach oben und unten bewegen lässt und durch ein Gewicht am Boden gespannt wird. Ich liebte es, die Konstruktion am Edelstahlseil auf und ab zu bewegen, mit diesem typischen „zzzsiiiittttt“ Geräusch, das mich sehr amüsierte. Außerdem ließ sich das Leuchtmittel in alle Richtungen neigen, was ich unglaublich spannend fand.

Bis heute ist diese einfache, wirtschaftliche und funktionale Leuchte meine absolute Lieblingsleuchte. Es ist wirklich ein Entwurf, den ich selbst gerne geschaffen hätte.

Nennen Sie uns ein Synonym für „wie zu Hause“?

Wie zu Hause! Was für ein schöner Ausdruck. Für mich als Nomaden bedeutet „wie zu Hause“ einfach, mich wohl und glücklich zu fühlen. Wie zu Hause zu sein bedeutet, von den richtigen Menschen umgeben und frei zu sein. Von besonderen Menschen in angenehmen Umgebungen.

Ich bin sehr sensibel für die Qualität der Objekte, die mich umgeben. So schätze ich einen rustikalen Holzstuhl ebenso wie einen großzügigen Sessel, aber beide müssen gut gestaltet sein … Ich bevorzuge kleine Räume und vor allem brauche ich atmosphärisches Licht! Viele Lichtquellen, die warmes, sanftes und angenehmes Licht verbreiten …

Mein Albtraum ist ein Leuchtmittel ohne Leuchtenschirm, das bläuliches Licht in einer pseudo trendigen Mainstream Einrichtung verbreitet … Ich liebe einzigartige Atmosphären und Individualität.

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